Wie Glaube das Leben bewegt
Dauerausstellung zur Cellitinnengeschichte
Im Februar 2024 hat die Stiftung der Cellitinnen an ihrem Sitz in Köln-Longerich eine Ausstellung zum karitativen Wirken der Kölner Cellitinnengemeinschaften eingesegnet und eröffnet. Im Zuge der Modernisierung und Umgestaltung von Seminarräumen konnte der langgehegte Wunsch umgesetzt werden, die Wurzeln und das Leben der Ordensfrauen zu würdigen und für die Zukunft festzuhalten.

Seminar und Ausstellung in einem Raum
Der ehemalige Hobbysaal der Schwestern wurde in einen Vortrags- und Ausstellungsbereich geteilt, der durch großflächige Öffnungen verbunden ist. Im ursprünglichen Vortrags- und Bibliotheksraum entstanden drei durch flexible Glaselemente getrennte Seminarräume. Der vorgelagerte, bis dahin kahle, schlauchartige Flur wurde gegliedert und zur zusätzlichen Ausstellungsfläche.
Für die Präsentation wurde die Form einer sogenannten Ausstellungserzählung gewählt: Großflächige Bilder, Dreidimensionalität und eine szenische Einbeziehung der Exponate sollen die Betrachter in eine Scheinrealität hineinversetzen. So steht die Spekulatiusmaschine vor einem Foto, das die Ordensschwestern beim Plätzchenbacken im St. Anna-Hospital zeigt. Verwiesen wird mit einer Textpassage auf die Anna-Plätzchen, die in der Adventszeit in Massen produziert und verteilt wurden. Die Spekulatiusmaschine wurde, wie die anderen Exponate auch, nicht restauriert.

Grundwissen über Ordensleben
Zeigt die Ausstellung in der zweiten Etage Szenen aus dem Lebens- und Arbeitsumfeld der Ordensschwestern, so vermittelt sie in der Flurgestaltung der ersten Etage Grundwissen zur Cellitinnengeschichte und zum Ordenswesen.
Die Kombination aus der Chronologie von den Beginen bis zur Gründung der Stiftung der Cellitinnen und der Veranschaulichung, was im eigentlichen Sinne ein Ordensleben ausmacht, ist in diesem Ausstellungsabschnitt dargestellt.
Auf ausführliche Texte wurde bewusst verzichtet. Neben den Grundinformationen, die an ausgewählten Stellen und in guter Lesbarkeit in die Ausstellung integriert sind, ergänzen QR-Codes mit Hintergrundinformationen die Präsentation. Dieser Audio-Guide steht nach der kostenlosen Installation der App ‚Hearonymus‘ auf dem eigenen Smartphone zur Verfügung. Selbst nach dem Ausstellungsbesuch sind die Informationen weiterhin abrufbar.

Als sich der Zusammenschluss der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria und des Stiftung der Cellitinnen e.V. zur gemeinsamen Stiftung der Cellitinnen abzeichnete, wurde auch die Genossenschaft der Cellitinnen nach der Regel des hl. Augustinus mit ihrem Mutterhaus in der Kölner Severinstraße in der Ausstellung berücksichtigt. Auch wenn beide Ordensgemeinschaften weiterhin eigenständig agieren, sind die Wurzeln der Kongregationen eng verbunden. Auch das wird in der Ausstellung deutlich. Gezeigt wird es durch einige Exponate der ‚Cellitinnen aus der Severinstraße‘. So hatten sie noch eine komplette originale Ordenstracht in Verwahrung. Diese steht jetzt neben dem originalen weißen Kleid, das die ‚Longericher Cellitinnen‘ auf dem Weg zur Einkleidung trugen. Besser könnte man das Stichwort ‚Gemeinsamkeit' kaum umsetzen.
Die Ausstellung kann nach vorheriger Terminabsprache besichtigt werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter 0221/974514-0 und fragen Sie nach Jens Freiwald. Oder senden Sie eine Mail an: ausstellung(at)cellitinnen.de