Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria

Jahresbericht 2015 - Qualität macht den Unterschied

Unser Anspruch an Qualität wurzelt vor allem im christlichen Werteverständnis und wir sind davon überzeugt, dass Qualität - wenn sie denn auch menschlich als Nächstenliebe erfahr wird - den Unterschied macht: für Patienten, Bewohner, Mieter, Gäste und Mitarbeiter gleichermaßen.


Viel Freude beim Durchblättern des Jahresberichtes

Krankenhäuser - Was uns wichtig ist 

Unsere Leitlinien

Unter dem Dach der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria sind heute 8 Krankenhäuser, 2 Rehabilitationskliniken, 18 Seniorenhäuser sowie weitere Einrichtungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen mit über 6.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengeschlossen. Die fünf Kölner Krankenhäuser (Heilig Geist-Krankenhaus, St. Vinzenz-Hospital, St. Franziskus-Hospital, St. Marien-Hospital und die Kunibertsklinik) haben eine gemeinsame Unternehmensvision formuliert, die unter dem Namen „HSM-Leitlinien“ bekannt wurde. Die Hospitalvereinigung St. Marien GmbH (HSM) ist Gesellschafter der fünf Kölner Krankenhäuser sowie des Klinikverbundes St. Antonius und St. Josef (Petrus-Krankenhaus, Klinik für Geriatrische Rehabilitation, Krankenhaus St. Josef, St Anna-Klinik (alle Wuppertal), Marienhospital, Schwelm). Die hier vorliegenden „Leitlinien für die Zusammenarbeit unserer Krankenhäuser“ wurden ergänzt und überarbeitet, um auch die neuen Einrichtungen in der Region Wuppertal in unsere Leitlinien einzubinden.

Die Leitlinien sind kein statisches Instrument, sondern eine „lebendige Grundlage“ unseres Handelns. Denn sie werden durch eine repräsentativ besetzte Arbeitsgruppe immer wieder auf Zielerreichung überprüft und neu ausgerichtet. Nur so können sie sich fortentwickeln und mit neuen Themen gefüllt werden.

Mit dem Zusammenschluss der Krankenhäuser der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria ist eine doppelte Zielsetzung verbunden: Durch enge Kooperation und interne Abstimmung des Leistungsangebots soll zunächst das wirtschaftliche Überleben aller Häuser gesichert werden. Wo immer es sinnvoll und notwendig ist, werden Synergieeffekte durch Kooperationen ausgeschöpft. Dabei bleibt die Individualität jedes Hauses erhalten. Damit ist aber auch die Erwartung verbunden, dass das besondere Anliegen, das die Häuser verbindet, erhalten und ausgebaut wird. Ihre Geschichte ist davon geprägt, dass die Gründerinnen und Gründer aus ihrem tiefen Glauben heraus sich der Gesundheitsfürsorge derer angenommen haben, die krank waren und in existenzieller Not lebten, gleich welcher Religion oder Weltanschauung sie angehörten.
 

Neben der Werteorientierung sind zentrale Themen unserer Leitlinien:

 

  • Entwickeln eines einheitlichen Erscheinungsbildes
  • Sicherstellen und Ausbauen der medizinischen Kompetenz
  • Optimierung des Informationsaustausches
  • Ausbau einer gemeinsamen Personalentwicklung
  • Fördern einer gemeinsamen Führungs- und Organisationskultur

Über diese zentralen Leitlinien der Zusammenarbeit hinaus hat jedes Krankenhaus eigene Leitlinien zu Themen wie Patientenorientierung, Qualitätsmanagement, Medizin, Pflege und Serviceleistungen erarbeitet.

 

Kirchliche Unternehmenskultur 

In unseren Krankenhäusern hat die Kirchliche Unternehmenskultur einen festen Platz. Sie findet Ausdruck in entsprechenden Räumen wie der Hauskapelle, Zeichen wie Kreuzen und Bildern, Ritualen bei der Verabschiedung und vor allem in der persönlichen Begleitung durch unsere Seelsorger.


Katholische und evangelische Seelsorger stehen unseren Patienten zur Seite, bieten Gespräche, Gottesdienste und Sakramente an. Wo es angebracht oder erwünscht ist, werden neben dem Gebet auch andere Formen des tröstenden Begleitens angeboten.

 

Als katholischer Träger sind diese Angebote untrennbar mit der medizinischen Behandlung und Heilung von Menschen verbunden, denen wir in ihrer Ganzheit von Körper, Geist und Seele begegnen möchten.   


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CHRiK-Online

Modernes Lernen für unsere Mitarbeiter in den Krankenhäusern
Was kann ein Patient auf jeden Fall erwarten, wenn er ein Krankenhaus betritt, das sich einem christlichen Anspruch verpflichtet fühlt? Wie kann man fördern, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, oder zumindest die große Mehrheit, ihr alltägliches Verhalten an diesen Ansprüchen orientieren?

 

Auf diese zentralen Fragen konfessioneller Krankenhäuser haben wir mit dem E-Learning -Programm ‚christliches Krankenhaus’ (CHRiK Online) eine Antwort entwickelt. In zehn Kapiteln können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstständig informieren und Kontrollfragen beantworten. Dabei werden sie von einem externen Tutor begleitet. So ist ein individuelles und niederschwelliges Annähern an die Themenfelder der täglichen Krankenhausarbeit möglich.

 

CHRiK Online ist ein Kurs, der im Internet absolviert wird, und somit unabhängig vom Arbeitsplatz und der Arbeitszeit durchgeführt werden kann. Er beschäftigt sich mit der konkreten Umsetzung von Begriffen wie Nächstenliebe, Gastfreundschaft, Zusammenarbeit, Toleranz und Selbstmanagement. 

 

E-Learning: Ein Konzept mit Qualität
Die Kommunikationsform des E-Learning erlaubt es, diese wichtigen Bereiche ausführlich zu schulen und die dahinter stehenden Überzeugungen und Anliegen des Trägers intensiv zu vermitteln. Klassische Schulungen zu ‚christlichen’ Themen sind zeitlich und organisatorisch sehr aufwändig. Häufig werden sie auch nur von den Mitarbeitern besucht, die bereits eine Affinität zu diesen Inhalten haben.


Das Konzept des E-Learnings bietet eine sehr fundierte Aufbereitung des Materials nach modernen didaktischen und medienpädagogischen Gesichtspunkten. Das Besondere von „CHRiK online“ zeigt sich auch darin, dass unterschiedliche Elemente der Vermittlung zum Einsatz kommen, wie Filme mit Beispielen aus dem Alltag, Texte, Bilder, Animationen, Aufgabenstellungen, die erarbeitet werden müssen sowie Möglichkeiten zur Selbstreflexion. Diese lebendige Aufbereitung des Materials erzeugt eine ‚Sogwirkung’, der Kursteilnehmer wird angespornt, weiter zu machen.


„CHRiK online“ bietet zudem die Möglichkeit, sich anonym und ohne Kontrolle mit den Themen auseinanderzusetzen. Eigene Defizite, Fragen und Zweifel können auftreten, werden aber nicht offenbar, wie beispielsweise in einem Seminar. Gerade sehr persönliche Fragen, die durch den Kurs angestoßen werden, bleiben vertraulich. Der E-Learning-Kurs wird von einem externen Tutor unterstützt, an den sich jeder Kursteilnehmer mit allen Fragen wenden kann; der Tutor ist zu absoluter Vertraulichkeit verpflichtet.
Mehr dazu erfahren Sie unter: www.chrik.trainbase.de 


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Ethikkomitee und ethische Fallbesprechungen

Das Wohl unserer Patienten und die Respektierung ihres Willens haben für uns einen sehr hohen Stellenwert. Das betonen auch unsere Leitlinien. Aber:

  • Wie soll der behandelnde Arzt entscheiden, wenn ein Patient seinen Willen nicht (mehr) äußern kann?
  • Ist es immer richtig, dem Patienten oder auch dem Angehörigen die volle Wahrheit zu sagen?
  • Wann ist künstliche Ernährung eine Entlastung für den Menschen und wann wird sie zum Zwang?
  • Wer entscheidet über lebensverlängernde Maßnahmen und Wiederbelebung, wenn die gewonnenen Tage eher zur verlängerten Qual für den Patienten werden?

Sollte eine Operation auch dann durchgeführt werden, wenn nur geringe Hoffnung besteht, dem Patienten helfen zu können? Auf solche und andere ethische Fragen in der Medizin gibt es häufig keine einfachen Antworten. Deswegen suchen wir gemeinsam nach begründeten Entscheidungen. 

 

Ethische Fallbesprechungen
In sehr schwierigen Fällen kann die „Ethische Fallbesprechung“ eine Hilfe sein. Dabei können sich grundsätzlich alle Patienten sowie deren Angehörige und alle Mitarbeiter der Krankenhäuser an die Koordinatoren der Ethikteams in den Krankenhäusern wenden und um eine Einberufung bitten.

 

Bei einer Besprechung wird gemeinsam das ethische Problem benannt und die Perspektiven aus medizinischer, pflegerischer sowie sozialer und organisatorischer Sicht betrachtet. Auch die Sicht der Seelsorge wird mit einbezogen. Anschließend erfolgt eine gemeinsame Bewertung unter Berücksichtigung des Wohlbefindens und des Willens des Patienten sowie der Verantwortung des Behandelnden.

 

Dieses Votum wird schriftlich festgehalten als Empfehlung für die weitere Behandlung. Das Votum ist nicht juristisch bindend (die Verantwortung bleibt beim jeweils behandelnden Arzt), es soll aber nicht unbegründet davon abgewichen werden. 

 

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungs- verfügung
Mit diesen Möglichkeiten der Vorsorge nimmt der Patient sein Selbstbestimmungsrecht wahr. Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche oder mündliche Willenserklärung eines einwilligungs- fähigen Patienten zur zukünftigen Behandlung für den Fall der Äußerungsunfähigkeit. Haben Sie Fragen zu diesen Möglichkeiten der Vorsorge, so wenden Sie sich bitte an die Mitglieder des Ethikkomitees.

 

Ethikkomitee
Das Ethikkomitee und die Ethikteams in den einzelnen Kranken- häusern sollen die im Krankenhaus handelnden fundiert beraten und helfen, grundsätzliche ethische Probleme zu lösen. Dabei handelt es sich um folgende Schwerpunkte:

 

  • Fragen zur Patientenautonomie
  • Umgang mit Patientenverfügungen
  • Angemessene Behandlung Sterbender
  • Richtlinien zur guten Aufklärung von Patienten und Angehörigen
  • Förderung und Begleitung der Ethischen Fallbesprechungen
  • Fortbildung zu ethischen Themen
  • Fragen im Bereich des Umgangs mit Mitarbeitern, der Unternehmensethik oder gesellschaftlichen Verantwortung

 

 

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Hausgemeinschaften St. Augustinus